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Über mich:

Ich bin ein ambitionierter, komplett autodidaktischer Hobbyfotograf — nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ich liebe die "langsame" Fotografie, d.h. Landschaften, Szenen, Stillleben, Architektur, träge Tiere — also Motive, die auch mal warten, bis ich vom Weißabgleich über Messmethode, Brennweite, Blende und Verschlusszeit (*stöhn*) alle Parameter meiner Kamera nach bestem Wissen und Gewissen eingestellt und endlich abgedrückt habe. Freunde "schneller" Action- oder Sportfotografie kommen bei mir leider nicht auf ihre Kosten.

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Von der Sinnlichkeit des Schauens

Die Menschheit träumt einen langen Traum, den der Ewigkeit — oft bezogen auf das eigene Dasein in Form eines langen Lebens.

Die meisten von uns sind sich aber dessen bewusst, dass die einzige Möglichkeit, das Endliche zu überwinden die Erinnerung ist. Einen ganz wesentlichen Beitrag zu einer Erinnerungskultur lieferten bereits früh Bilder — Bilder von Menschen, die wir kennen oder kannten, von Gegenständen, die uns wichtig sind oder waren, von Landschaften, die wir lieben oder vermissen, von Situationen, die charakteristisch sind, usw. Lange waren solche Bildzeugnisse gezeichneter oder gemalter Natur, aber der Wunsch wuchs, realitätsnahe Abbildungen der Wirklichkeit zu schaffen. Dass also die Fotografie gerade in einer Zeit entdeckt, erfunden und stark entwickelt wurde, die man in der Kunst die Phase des "Realismus" bezeichnet, verwundert daher kaum.

Seitdem ließ der Drang des Festhaltens von Momenten, das Erhalten längst vergangener Dinge im privaten Gedächtnis, gepaart mit der Möglichkeit der Überlieferung, Menschen immer intensiver daran arbeiten, geeignetere fotografische Verfahren zu entwickeln.

Und gerade, als sich die Fotografie am Ende des 20. Jahrhunderts zur allgemein anerkannten und akzeptierten Kunstform zu entwickeln begann, wälzte sich ein entfesselter, nur noch unter turbo-kapitalistischen Gesichtspunkten nachvollziehbarer Megapixel-Amoklauf idiotensicherer digitaler Gizmos zu massenkompatiblen Preisen über die sich offenbar schon immer zu Höherem berufenen Horden ästhetisch und stilistisch Benachteiligter, die einzig die Beantwortung der Frage umzutreiben scheint, wie weit sich ein Schnappschuss noch automatisieren lässt.

Heute wie damals erfüllt die Fotografie einen ureigenen psychologischen Wunsch: den, zu kommunizieren! Auch, damit das eigene Erleben und Leben weitergetragen wird, auch, um selbst in den Bildern weiterzuleben... und dieser Wunsch beherrscht offenbar auch mich. Denn entgegen der allgemeinen Auffassung, es sei ohnedies längst alles gezeigt worden, bergen viele Bilder meines Erachtens auch heute noch, im Zeitalter medialer Reizüberflutung und einer für das Individuum nicht mehr zu bewältigenden Bilderflut, noch immer ungeheure Kraft in sich.

Das Auge des Betrachters

Ob ich hier nur belangloses Trivialgeknipse darbiete oder journalistisches, vielleicht ansatzweise künstlerisches, gar professionelles Niveau erreiche... nun, das lege ich ins Auge des Betrachters. Dort gehört es hin. Mich bewegen die hier gezeigten Fotografien allesamt auf die eine oder andere Art — und vielleicht berühre ich damit ja auch etwas in Ihrem Herzen.